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42 positive Gedanken beim Golf

TL;DR / Zusammenfassung

Nur etwa 3 % einer Golfrunde bestehen aus tatsächlichen Schlägen — der Rest ist Kopf. Eine handgezeichnete Mindmap von 1986 zeigt, wie überladen die 1,5 Sekunden eines einzelnen Schwungs mit Gedanken sind. Die Lehre dahinter: weniger denken, klarer auslösen, loslassen — und die Zeit zwischen den Schlägen bewusst positiv steuern.

Eine kleine Mindmap, was dem Durchschnittsgolfer durch den Kopf geht

Mindmap typischer Golfer-Gedanken während einer Runde
Gedanken beim Golf.

Steuere Deine Gedanken positiv — wirf nicht das Handtuch

In kaum einer Sportart hat man so viel Zeit zum Nachdenken wie im Golf. Umso besser sollte man seine Gedanken bewusst steuern können. Die besondere Herausforderung auf einer Golfrunde liegt aus sportpsychologischer Sicht in der Zeit zwischen den Schlägen.

Den Großteil der Zeit auf einer Runde verbringt ein Golfspieler mit Gehen zum nächsten Loch und Warten auf den nächsten Schlag, während er nur 3 % der Zeit tatsächlich Schläge ausführt. Folglich hat jeder Spieler sehr viel Zeit, sich vor und nach den Schlägen Gedanken zu machen. Nicht immer sind diese Begleiter vorteilhaft für das Golfspiel.

Gedanken können beispielsweise in Form von Vorwürfen über den letzten Schlag, Selbstzweifeln, ob der nächste Schlag gelingen wird, oder negative Bewertungen der eigenen Leistungsfähigkeit auftreten. Ein Beispiel für eine negative Bewertung der eigenen Leistungsfähigkeit ist der nach einem schlecht gespielten Loch auftretende Gedanke, dass die ganze Runde schlecht werde und man für das Golfspielen generell nicht geeignet sei.

Positiv denken lernen, negative Gedanken loswerden (Zen Golf)

Die Mindmap zeigt das Problem: Wer mitten im Schwung gleichzeitig an Griff, Hüfte und Schulterdrehung denkt, blockiert genau die Bewegung, die er einüben will — die Sportpsychologie nennt das Paralyse durch Analyse.

Der Zen-Golf-Ansatz dreht das um: nicht mehr Gedanken, sondern weniger. Vor dem Schlag ein klarer Auslöser — ein Wort, ein Bild, ein Ziel („Tempo", „zum Ziel", „ruhige Hände") — und dann loslassen. Die 1,5 Sekunden des Schwungs gehören dem Körper, nicht dem Kopf.

Was sich wirklich steuern lässt, ist die Zeit zwischen den Schlägen: den letzten Schlag abhaken, den nächsten neutral annehmen — statt die ganze Runde an einem schlechten Loch aufzuhängen.